Was ist die Trittfrequenz beim Radfahren?
Die Trittfrequenz gehört zu den wichtigsten Leistungskennzahlen, die Radfahrer:innen nutzen können, um ihre Performance langfristig zu verbessern. Neben Leistung und Herzfrequenz, den wohl bekanntesten Messwerten im Radsport, ist die Trittfrequenz ein weiteres wertvolles Werkzeug, das in keinem Trainingsarsenal fehlen sollte.
Die Trittfrequenz beschreibt, wie schnell sich deine Pedale drehen – also wie viele vollständige Umdrehungen du pro Minute machst. Gemessen wird sie in Umdrehungen pro Minute (RPM). Die meisten Radcomputer und Trainingsgeräte, darunter auch der COROS DURA Bike Computer, zeigen die Trittfrequenz in RPM an.
Auch wenn die Trittfrequenz zunächst wie eine einfache Zahl wirkt, spielt sie eine zentrale Rolle für deine Leistung. Sie beeinflusst, wie viel Kraft du auf die Pedale bringst und wie stark deine Gelenke bei jeder Pedalumdrehung belastet werden.
Wenn du deine Trittfrequenz verstehst und gezielt einsetzt, kannst du unnötige Belastungen für Muskeln, Knie und Hüften reduzieren. Gleichzeitig hilft sie dir, effizienter zu fahren und deine Leistung über längere Zeit aufrechtzuerhalten.
Welche Trittfrequenz ist die richtige?
Deine Trittfrequenz verändert sich während einer Trainingseinheit ganz natürlich. Je nach Gelände und Intensität, etwa bei Anstiegen, auf flachen Abschnitten oder während Intervallen, wird sich auch deine RPM-Zahl entsprechend anpassen.
Doch welche Zahl ist die richtige?
Grundsätzlich gilt:
- Trainierte Athlet:innen fahren meist mit höheren Trittfrequenzen, im Schnitt etwa 80–100 RPM.
- Einsteiger:innen und Freizeitfahrer:innen bewegen sich häufig eher im Bereich von 60–80 RPM.
Wichtig ist: Die perfekte Trittfrequenz gibt es nicht. Sie hängt immer von deiner Fitness, dem Gelände und deinen Trainingszielen ab.
Eine höhere Trittfrequenz unterstützt oft eine gleichmäßigere Ausdauerleistung, während eine niedrigere Trittfrequenz hilfreich sein kann, wenn mehr Kraft pro Pedaltritt gefragt ist.
Schauen wir uns das genauer an.
Niedrige vs. hohe Trittfrequenz
Sowohl hohe als auch niedrige Trittfrequenzen haben ihren Platz im Training. Entscheidend ist zu verstehen, wann und warum du sie einsetzt.
Vorteile einer niedrigen Trittfrequenz
Eine niedrigere Trittfrequenz bedeutet in der Regel, dass mehr Kraft pro Pedaltritt aufgebracht wird.
Das ist besonders sinnvoll, wenn:
- du eine höhere Leistung halten musst
- du bergauf fährst und kontinuierlich Kraft aufbringen musst
Gerade bei steilen Anstiegen kann sich eine hohe Trittfrequenz schnell so anfühlen, als würdest du „ins Leere treten“. Wenn du dann in einen niedrigeren Gang wechselst und die Trittfrequenz reduzierst, kannst du gleichmäßiger Kraft auf die Pedale bringen und den Anstieg kontrollierter bewältigen.
Gezielte Intervalle mit niedriger Trittfrequenz können langfristig dabei helfen, deine durchschnittliche Leistung zu steigern.
Vorteile einer hohen Trittfrequenz
Eine höhere Trittfrequenz bedeutet, dass pro Pedalumdrehung weniger Drehmoment aufgebracht wird.
Das kann für Athlet:innen mehrere Vorteile haben:
- Weniger muskuläre Ermüdung (kurzfristig): Jede Pedalumdrehung erfordert weniger Kraft.
- Geringere Gelenkbelastung (langfristig): Ein niedrigeres Drehmoment reduziert die Belastung für Knie und Hüften.
- Flüssigere Beschleunigungen: Wer regelmäßig mit höherer Trittfrequenz trainiert, kann Tempoverschärfungen leichter und schneller umsetzen.
Probier es selbst aus: Klicke hier, um ein Training mit Fokus auf die Trittfrequenz auf deinen DURA herunterzuladen oder starte direkt und optimiere dein Training!

Wie messe ich meine Trittfrequenz?
Dank moderner Fahrradtechnologie lässt sich die Trittfrequenz heute sehr einfach messen. Dafür stehen mehrere Tools zur Verfügung.
Powermeter
Die meisten einseitigen und beidseitigen Powermeter liefern auch Daten zur Trittfrequenz. Wenn dein Powermeter Bluetooth oder ANT+ unterstützt, kannst du ihn direkt mit dem DURA Bike Computer koppeln.
Nach der Verbindung kannst du in der COROS App deine Datenfelder auf deinem DURA-Gerät individuell anpassen und die Trittfrequenz neben anderen Kennzahlen wie Leistung, Geschwindigkeit oder Herzfrequenz anzeigen lassen. So kannst du deine RPM während der Fahrt in Echtzeit verfolgen und deine Belastung entsprechend anpassen.
Der COROS Trittfrequenzsensor

Für Athlet:innen, die keinen Powermeter nutzen, ist ein separater Trittfrequenzsensor eine kostengünstige und praktische Alternative.
Der COROS Trittfrequenzsensor:
- synchronisiert sich nahtlos über die COROS App mit dem DURA
- misst deine RPM, um deine Pedaleffizienz zu verbessern
- lässt sich über Bluetooth mit den meisten Fahrradcomputern, Smartwatches und Trainings-Apps verbinden
- verfügt über ein kompaktes Design, das sich einfach an der Kurbel befestigen lässt
Wenn du deinen Pedalrhythmus besser verstehen und effizienter fahren möchtest, kann schon das reine Tracking deiner Trittfrequenz wertvolle Einblicke liefern, ganz ohne die Investition in ein komplettes Powermeter-System.

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