„COROS und ich versuchen im Grunde dieselbe Frage zu beantworten: Was bedeutet es, Grenzen zu überwinden, die einst unüberwindbar erschienen?“


Hoch oben an der Nordwand des Mount Everest öffnet sich ein Ausblick in alle Richtungen. Gezackte Gipfel und Grate bis Tibet, steile Hänge, die tausende Meter in die Tiefe abfallen.


Hier liegt das Herzstück aller Abenteuer. Eine Bergkette, die Menschen seit Generationen anzieht, um auf dem Dach der Welt zu stehen - aber auch, um sich selbst an etwas zu messen, das keinen Millimeter nachgibt.


Für den legendären Bergathleten und unseren neuen COROS Markenbotschafter, Jimmy Chin, kann die Weite in einem Augenblick auf das Wesentliche reduziert werden:


„Dann geht es nur um den nächsten Meter vor dir. Und du musst eine Entscheidung treffen.“


Jimmy ist im April mit COROS hierher zurückgekehrt, nach seinem intensiven Everest-Trip im Oktober 2025, wo er die Hornbein-Rinne an der Everest-Nordwand geklettert ist. Über 20 Jahre nach seinem ersten Versuch an diesem Berg, bei dem er damals auf 7.000 Metern umkehren musste.


Hier draußen in den Bergen wiegen solche Entscheidungen schwer. Wenn du zu hart pushst, bleibt kein Spielraum mehr. Wenn du umkehrst, kannst du die Geschichte an einem anderen Tag weiterschreiben. Oder, wie in diesem Fall, erst zwei Jahrzehnte später.


„Es gibt immer einen Punkt, wo der Instinkt die Führung übernimmt. Basierend auf jeder einzelnen Niederlage, jeder schweren Entscheidung, jeder Expedition, die du jemals gemacht hast“, erzählt er.

jimmy chin climbing


„Du lernst, das tatsächliche Risiko vom wahrgenommenen Risiko zu unterscheiden. Wenn du deine Emotionen und dein Ego beiseite schiebst, kannst du dich ganz klar fragen: Was bin ich bereit zu geben? Ist es das wert? Das sind die Momente, die für mich alles bestimmen.“


Jimmy wuchs in einer kleinen Stadt in der Nähe von Minnesota auf, als Sohn chinesischer Einwanderer, die als Bibliothekare arbeiteten. Es schien, als wären seine Karrierechancen auf das begrenzt, was direkt vor ihm lag, aber schließlich fand er seinen Weg über seine Vorstellungskraft.


„Ich weiß noch, wie ich als Kind ,Der Hobbit' gelesen habe und mich die Idee, auf ein wildes Abenteuer zu gehen, komplett gefesselt hat. Ich wollte Dinge tun, die unvorstellbar waren“, erzählt Jimmy.


„Ich begann zu klettern und es hat Klick gemacht. Da war ich an den großen Felswänden des Yosemite, umgeben von roher Schönheit. Und ich erlebte dieses Gefühl von tiefer Bewunderung und Lebendigkeit, das ich nirgends anders gefunden hatte. Das Klettern hat mir die Augen für meine eigenen Möglichkeiten geöffnet. Ich schätze, das nennt man Selbsterkenntnis. Heute noch jage ich diesem Gefühl hinterher.“


Jimmys Erfolg kam nicht von heute auf morgen. Das Fundament seines Ehrgeizes ist die akribische Arbeit, die er vor jedem neuen Abenteuer leistet:


„Die Menschen sehen Gipfelfotos und die großen Momente, aber die Kunst in dem, was ich tue, liegt in Wirklichkeit in der Vorbereitung“, erklärt er.

mount everest

„Vorbereitung ist die Grundlage für alles andere. Sie erlaubt es dir, im Moment zu sein und dir selbst zu vertrauen, wenn es am meisten darauf ankommt. Du bist bereit, wenn nichts mehr weggenommen werden kann.“


Sobald Jimmy den Fuß auf einen Berg setzt, hat er ihn in Gedanken bereits hundert Mal bestiegen. Er hat jedes Szenario durchgespielt, von Wetterumschwüngen über Verletzungen bis hin zu verlorenem Equipment. Er kennt die Daten und hat sie jederzeit griffbereit – oder auf seiner COROS-Uhr. Das gibt ihm die Freiheit, präsent zu sein, wenn es darauf ankommt.


„Ich habe gelernt, dass Vertrauen nichts ist, was man einfach hat – es ist etwas, das du dir durch Vorbereitung verdienen kannst. Jede Wiederholung, jede Route, die du studierst, jedes Gespräch mit deinem Partner darüber, was schiefgehen könnte. Das sind die Dinge, die dir klare Entscheidungen ermöglichen, wenn es um alles geht. Vorbereitung verwandelt Angst in Fokus.“


Als Jimmy und sein Team sich im Oktober entschieden, weiterzumachen und den Gipfel des Mount Everest in Angriff zu nehmen, mussten sie für die unendlich komplexen Analysen bei Hochgebirgsentscheidungen die eigene Erfahrung gegen Daten abwägen.


Der Wunsch, „dieses Gefühl“ wieder zu erleben, wurde überschattet von einer gefährlichen Route, die vor ihnen lag, bereits mehrere Leben gekostet und über 30 Jahre nicht mehr erfolgreich geklettert worden war.


Die Hornbein-Rinne liegt an der Nordwand – der Seite des Berges, die dem überfüllten Südostgrat gegenüberliegt, den die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie an den Everest denken. Die Schönheit dieser Route ist unübertroffen, ebenso wie die Gefahr, die von ihr ausgeht.


Auf fast 8.800 Metern, in der sogenannten Todeszone, fällt die Rinne an manchen Stellen fast senkrecht ab. Ein einziges Team all jener, die es je versucht haben, hat es durchgeschafft, ohne ein Leben dort zu lassen. Dieser Aufstieg ist der Heilige Gral für die Elite-Bergsteiger:innen dieser Welt – und Jimmy und sein Partner, Jim Morrison, hatten außerdem noch große Pläne für den Abstieg.


Jimmy trägt auf seinen großen Expeditionen jetzt die COROS APEX 4, um sich Unterstützung für die richtigen Entscheidungen zu holen. Mit ihrer messerscharfen Genauigkeit und hohen Strapazierfähigkeit in den extremsten und unberechenbarsten Umgebungen liefert sie Jimmy im richtigen Moment genau die Daten, die er braucht.

jimmy chin and coros

„An diesem Punkt meiner Karriere müssen die Tools, auf die ich mich verlasse, genauso ernstzunehmen sein wie meine Ziele. COROS macht Uhren, die von Menschen gebaut werden, die selbst rausgehen und sie unter den härtesten Bedingungen der Welt testen. Ich vertraue COROS-Uhren aus demselben Grund, aus dem es andere Bergathlet:innen tun. Die Akkulaufzeit ist unglaublich. Das GPS und die Navigation sind für die Berge gemacht.“


Zurück am Everest war der Gipfelversuch diesmal erfolgreich. Es war ein wunderschöner Tag, um auf dem Dach der Welt zu stehen. Aber das war noch nicht alles.


Nach dem Gipfelsieg wurde Jimmys Expeditionspartner, Jim Morrison, zur ersten Person, die die Super-Direct-Route an der Nordwand erfolgreich abgefahren ist. 2.700 Höhenmeter vom Gipfel hinunter, in einer „No-Fall Zone“, wo ein einziger Fehler oder Sturz bedeuten würde, dass es aus und vorbei ist. Zwei vorangegangene Versuche hatten andere mit ihrem Leben bezahlt.


Für viele Bergsportler:innen ist das die großartigste Kombination aus Klettern und Skibergsteigen, die je erbracht wurde. Und Jimmy hat all das in eindrucksvollen Bildern festgehalten – in Bildern, die jetzt um die Welt gehen.


Er betrachtet die Leistungen, die er dokumentiert, durch eine weitere Linse und sein Instinkt, die besten Storys zu finden, hat ihm weit über die Bergsteiger- und Kletterszene hinaus Anerkennung und Auszeichnungen eingebracht.


„Auf den ersten Blick scheinen meine Filme über das Besteigen des höchsten Gipfels der Welt zu sein oder über das Freiklettern an einer 900-Meter-Wand. In Wirklichkeit sind sie über Liebe, Verlust, Freundschaft, Durchhaltevermögen und darüber, sich seinen Ängsten zu stellen“, beschreibt Jimmy sein Werk.

jimmy chin taking photos

„Diese Themen beschäftigen einfach alle, egal wer du bist oder woher du kommst. Storytelling hilft mir dabei, meine Erfahrungen zu verarbeiten. So begreife ich die paradoxen Dinge, die ich tue – diese Anstrengungen, die dich so lebendig fühlen lassen und gleichzeitig viele Leben kosten.“


Jimmys Stolz liegt nicht darin, die erste Person zu sein, die einen großen Berg bezwingt, oder einen Oscar zu gewinnen (den er 2019 für Free Solo bekommen hat), sondern in den Momenten, die keiner sieht. Die Beziehungen zu Kletterpartnern, die zu Familie werden. Das Vertrauen, das sich aufbaut, wenn du jahrelang dein eigenes Leben in die Hände der anderen Person legst.


Wenn Jimmy auf die Everestbesteigung zurückblickt, sieht er ganz klar, wie die menschliche Erfahrung alles andere in den Schatten stellt:


„Nicht nur die Leistung an sich macht das Ganze so bedeutsam, sondern vor allem das tiefe Vertrauen zwischen mir und meinen Kletterpartnern. Das werde ich immer in mir tragen.“

jimmychin in nepal

Diese majestätischen, hohen Berge rund um den Everest haben eine Anziehungskraft, der man sich kaum entziehen kann. Sobald du an diese Grenze gegangen bist, zieht es dich immer wieder dorthin zurück. Also war Jimmy im April erneut mit COROS hier – diesmal, um die Gegend etwas entspannter zu genießen als beim hochriskanten Gipfel- und Skitrip zuvor.


Natürlich fragt er sich, was jetzt kommen soll. Athlet:innen, die an ihre Grenzen gehen, wie Jimmy es tut, werden immer weitersuchen, egal, wie weit sie schon gekommen sind:


„Jedes Mal, wenn ich ein Ziel erreiche, merke ich, dass es noch größere Ziele gibt, die auf mich warten. Das treibt mich immer weiter an. Das Wissen, dass da noch mehr zu meiner Geschichte gehört, das darauf wartet, gelebt zu werden“, sagt Jimmy.


„Die Menschen fragen mich oft, was mein liebstes Foto ist, das ich je gemacht habe. Meine Antwort ist immer dieselbe: Das nächste.“

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