Langstreckenrouten für Mountainbikes sind selten. Strecken, die sich fast ausschließlich auf Singletrails konzentrieren, noch viel mehr. Genau das hat Kurt Refsnider am neu entwickelten Orogenesis Trail gereizt. Die Route ist rund 3.000 Meilen lang und verläuft entlang der Gebirgsketten der Pazifikküste – von Kanada bis nach Mexiko. Rechnet man die zusätzliche, 1.600 Meilen lange Baja-Divide-Erweiterung dazu, entsteht ein nahezu 5.000 Meilen langes Abenteuer, das größtenteils abseits befestigter Straßen verläuft und kaum Erholung zulässt.
Ein Trail wie kein anderer
„Mich ziehen große Backcountry-Abenteuer auf Singletrails magisch an“, erklärt Refsnider. „Und genau das wollte das Orogenesis Collective mit diesem neuen Trail schaffen.“ Als erster Fahrer, der die komplette US-Route am Stück absolviert hat, war er in einer einzigartigen Lage: Er konnte nicht nur die Strecke selbst testen, sondern auch prüfen, ob die Vision hinter dem Projekt in der Praxis aufgeht.
Orogenesis folgt der Idee eines Nord-Süd-Korridors für Mountainbiker – vergleichbar mit dem Pacific Crest Trail, nur eben auf zwei Rädern. Rund die Hälfte der US-Strecke besteht aus Singletrail. „Das ist eine Route, bei der man gar nicht erst darüber nachdenken sollte, ein Gravelbike mitzunehmen“, sagt Refsnider. „Sie ist nichts für schwache Nerven.“

Planung im Ungewissen
Da der Orogenesis Trail noch neu ist, waren große Teile der Strecke bislang nur teilweise erkundet. Für Refsnider bedeutete das: alles von Grund auf planen. „Es gab so gut wie keine Informationen zu Wasserstellen, Versorgungsmöglichkeiten oder Alternativen“, erzählt er.
Er investierte dutzende Stunden in die Planung mit Ride with GPS, analysierte Untergründe, suchte nach Läden und Not-Wasserquellen und teilte die Route in überschaubare Abschnitte ein.
„Am Ende hatte ich mehrere Dutzend GPS-Tracks mit hunderten POIs – all das habe ich auf meinen DURA übertragen, um unterwegs möglichst einfach navigieren und planen zu können.“
Navigation mit DURA
Während der gesamten 4,5 Monate dauernden Fahrt war Refsniders COROS DURA am Vorbau seines Bikes montiert. Er nutzte ihn zur Navigation entlang der Route, zum Auffinden von POIs und zur Kontrolle des Höhenprofils. „Der Navigation zu folgen war völlig unkompliziert“, sagt er. „Das nach Steigungsgrad eingefärbte Höhenprofil hat mir jederzeit gezeigt, was mich als Nächstes erwartet – perfekt für die Planung von Stunde zu Stunde.“
Zusätzlich behielt er mit dem DURA Sonnenuntergangszeiten, tägliche Höhenmeter und seinen Fortschritt im Blick. Während der Fahrt selbst spielten Leistungsdaten keine große Rolle, dennoch koppelte er seinen 4iiii-Powermeter, um die langfristige Trainingsbelastung zu erfassen. „Manchmal hilft es einfach, Daten zu haben, die einem bestätigen, dass man wirklich so müde ist, wie man sich fühlt“, merkt Refsnider an.

Anpassung unterwegs
Trotz des noch jungen Charakters der Route verlief Refsniders Reise erstaunlich reibungslos. Keine größeren Defekte. Nicht einmal ein platter Reifen. „Die Route selbst war großartig und zu etwa 99 % bereit für den öffentlichen Einsatz“, sagt er.
Dort, wo es dennoch Herausforderungen gab – Wetterumschwünge, gesperrte Abschnitte wegen Waldbränden oder von umgestürzten Bäumen blockierte Trails – reagierte Refsnider flexibel und pragmatisch. Offline-Karten, schnelle Umplanungen und die COROS App machten das Lösen von Problemen unkompliziert. „Mit Offline-Karten oder einem spontan erstellten Umweg in Ride with GPS, den ich direkt über die COROS App auf den DURA geschickt habe, war das immer schnell erledigt.“
Starte dein eigenes Abenteuer
Eine wichtige Erkenntnis nahm Refsnider schon vor dem Start mit – basierend auf dem Rat eines Freundes: „Erwarte das Unerwartete und geh nicht zu dogmatisch an die Sache heran.“ Diesen Gedanken greift er selbst wieder auf: „Diese geschwungene Linie auf der Karte ist vielleicht nicht der beste Weg. Vielleicht ist sie an manchen Stellen gar nicht fahrbar. Oder einfach absurd schwer. Aber genau das garantiert, dass es ein echtes Abenteuer wird.“
Auch wenn nur wenige Fahrer:innen den Orogenesis Trail am Stück bewältigen werden, ermutigt Refsnider dazu, zumindest einen Teil davon zu erleben. „Kleinere Abenteuer können genauso spannend und persönlich prägend sein wie große“, sagt er. „Man sollte nie das Gefühl haben, dass man etwas wie Orogenesis nicht erleben kann, nur weil man vielleicht nur eine Woche Zeit hat.“

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